überlegungen vor einem Hundekauf!

 

das heisst Verantwortung übernehmen

für ein Lebewesen

 für die nächsten 10-15 Jahre

sind Sie bereit dazu?

 

 

Jeder, der sich einen Hund hält, muss sich darüber im Klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernommen hat, das ganz und gar von uns abhängig ist - ein Lebewesen, das Liebe, Aufmerksamkeit, Fürsorge, Pflege, Geduld und Opferbereitschaft benötigt!
 

Die artgerechte Hundehaltung kostet Zeit und Geld! Sich dessen nur bewusst zu sein, genügt bei weitem nicht! Es gibt viele Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen und dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden.
 

Vor dem Erwerb eines Hundes sind Sie verpflichtet, ihre Sachkunde in Hundehaltung und Umgang mit Hunden nachzuweisen. Beschäftigen Sie sich also zuerst ausgiebig mit dem Wesen von Hunden, ihren Eigenheiten, ihren Bedürfnissen.Fragen Sie sich, ob sie bereit und fähig sind, ihrem Hund eine konsequente Erziehung zu geben. Das müssen Sie, denn sonst fehlen klare Regeln und der Hund kann in unserer dicht besiedelten Umwelt zum Problem werden.

Sind sie bereit, sich in den nächsten 10 bis 15 Jahren um ihren Hund zu kümmern? Dazu gehören ausgiebige tägliche Spaziergänge und ausgiebiges Spiel mit dem Hund. Dazu gehört aber auch das Beobachten ihres Hundes, die Korrektur von problematischen Verhaltensweisen und die Pflege, wenn der Hund krank wird.

Denken Sie auch an die Kosten, die ein Hund verursacht: Der Anschaffungspreis ist dabei noch das Wenigste: Hunde brauchen täglich ihr Futter, sie brauchen Zubehör, sie brauchen von Zeit zu Zeit die Tierärztin oder den Tierarzt - zum Beispiel für Wurmkuren und Impfungen.

Auf keinen Fall soll ein Hund ein Geschenk sein, das aus einer Laune heraus gemacht wird - zum Beispiel einem Kind. Kinder werden schnell grösser, doch der Hund will weiter betreut werden. Leben Sie auch in so stabilen Verhältnissen, dass Sie einen Hund voraussichtlich noch in 10 Jahren versorgen können? Was ist, wenn Sie umziehen? Was ist wenn sie eine andere Stellung annehmen, die ihnen weniger Zeit lässt?
 


 

 

Zeit
 

Egal ob es ein kleiner oder ein grosser Hund ist, Sie müssen täglich 2-3 mal einen Spaziergang unternehmen.

obligatorischen Hundehalterkurs (Sachkundennachweis) absolvieren
  

- Fellpflege
 

- Erziehung
 

- Beziehung
 

Geld
 

Einmalige Anschaffungen oder regelmässige Ausgaben, die Hundehaltung kostet Geld.
 

- Anschaffung des Hundes (einmalige Kosten)
 

- Futter
 

- Snacks
 

- Kauartikel
 

- Spielsachen
 

- Utensilien (Halsband, Leine, Fressnapf, Decken, Bettchen, Bürste, Kamm, Hundebox
 

- Kurse, Erziehung, Ausbildung
 

- Ferien
 

- Hundesteuer und Versicherung
 

- Impfungen / Tierarzt
 

Verträglichkeit
 

- Bewilligung der Vermieters zur Hundehaltung
 

- keine Allergien auf Hunde
 

- Arbeitsplatz, Freizeit und Hobby
 

Verantwortung
 

- Erziehung (welche Person in der Famile ist zuständing)
 

und das ein Hundeleben lang!
 

Ferien
 

Ferien mit oder ohne Hund?  Haben Sie einen gesicherten und Vertrauensvollen Ferienplatz?
 

Zusatzkosten für Transport, Unterbringung, Hundepension oder Hundesitter !
 

Steuer / Versicherung
 

jährliche Hundesteuer,  Haftplichtversicherung und eventuell Krankenkasse
 

Tierarzt
 

alljährliche Impfungen
 

entwurmungen
 

Schutz gegen Parasiten wie Zecken, Flöhe etc.
 

Verletzungen
 

Krankheit
 

eventuelle Kastration   ect. ect.
 


 

Rüde oder Hündin?
 

Diese Frage kann nicht generell beantwortet werden. Nicht nur die Größe, die Rasse  ist eine der vielen Entscheidungen, die man treffen muss, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte. Auch die Wahl des Geschlechts sollte gründlich überlegt werden.
 

Es hängt sehr von Ihren Lebensumständen und Vorlieben ab!
 

Der Volksmund sagt, dass Hündinnen leichter zu handhaben sind als Rüden. Sie seien anhänglicher, gelehriger, wollen selten ihren Kopf durchsetzen. Ich kenne allerdings eine Vielzahl äußerst dominanter Hündinnen, die keinem Streit aus dem Wege gehen und Rüden, die sich kleinlaut und friedfertig verhalten. Deswegen halte ich nichts davon, zu pauschalisieren. Ich persönlich würde als Hundehalterin nur Rüden halten.....meine Schwester, die auch eine erfahrene Hundehalterin ist seit vielen Jahren möchte nur Hündinnen......(Sie hat Jahrelange Erfahrung mit Labrador, Dalmantiner und Malteser)....

Es ist leider nicht möglich, grundlegende charakterliche Unterschiede aufzulisten, die hundertprozentig geschlechtsbezogen wären. Viele Eigenschaften sind bei Rüden und Hündinnen verschieden stark ausgeprägt, obwohl man dies auch nicht wieder auf die ganze Bandbreite der Hunderassen auslegen kann.

Im Allgemeinen gelten Rüden in ihrem Auftreten bestimmter und selbstbewusster. Sie versuchen stärker ihren Rang im Familienrudel zu bestimmen. Hündinnen hingegen haben den Ruf, dass sie sanfter, familienbezogener und anhänglicher sind. Allerdings werden diese geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den einzelnen Rassen verwischt.

Im Verhalten zu anderen Hunden kommt es bei Rüden öfters zu Rauferein, die allerdings meistens glimpflich ausgehen. Kommt es bei den weiblichen Vertretern zu Meinungsverschiedenheiten, sieht die Situation schon anders aus und kann oftmals böse enden. Obwohl man auch hier nicht pauschalisieren kann, meistens sind die Halter selbst es, die eine normale Rauferei durch ihr Eingreifen noch dramatischer enden lassen.
 

Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig!
In dieser Zeit üben sie einen unwiderstehlichen Reiz auf alle nicht kastrierten Rüdenin der Umgebung aus. Die Läufigkeit dauert drei Wochen.

 
Faszit
Bezüglich des Geschlechtes gibt es meines Erachtens weder eine richtige noch falsche Wahl. Man muss halt mit den Konsequenzen des jeweiligen Geschlechtes klarkommen.
 


 

"Wir tragen die volle Verantwortung für unsere Hunde, nicht die Hunde für uns, könnten sie es tun, würden sie es viel besser machen!"